21. März: kanonische Errichtung des Klosters von Villatalla

„Denn gestorben seid ihr, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott“ (Kol. 3, 3).

„Denn gestorben seid ihr, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott“ (Kol. 3, 3).

Empfang S.E. Bischof Borghettis auf dem Dorfplatz

Empfang S.E. Bischof Borghettis auf dem Dorfplatz

Dieser 21. März, der Tag des Heimgangs unseres Vaters, des hl. Benedikt, war ein Tag der Gnade und der Freude in Villatalla. In einer überfüllten Kirche errichtete S.E. Bischof Guglielmo Borghetti während einer Messe im traditionellen Ritus unser Kloster als Institut des Geweihten Lebens diözesanen Rechts. Die Messe wurde vom ehemaligen Generalvikar S.E. Oliveri, Mgr. Giorgio Brancaleoni, zelebriert.

Am Eingang der Kirche: Segnung der Gläubigen und des Klerus

Am Eingang der Kirche: Segnung der Gläubigen und des Klerus

Fünfzehn mit unserer Gemeinschaft befreundete Priester der Diözese und benachbarter Diözesen waren anwesend. Der Bürgermeister mit der Schärpe in den italienischen Nationalfarben und der Marschall der Karabinieri mit seinem Adjutanten vertraten die weltlichen Autoritäten des Landes. Unsere Nachbarn und zahlreiche Gläubige, Freunde und Oblaten waren gekommen, um dieser schönen und bewegenden Zeremonie mit Herz und Gebet beizuwohnen, während der Pater Jehan und Bruder Antoine ihre feierlichen Gelübde erneuerten und während Bruder Marie für drei Jahre Gehorsam, klösterlichen Lebenswandel und Ortsgebundenheit versprach.

„Nimm mich auf, o Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben; lass mich in meiner Hoffnung niemals scheitern“ (Ritual des Gelöbnisses)

„Nimm mich auf, o Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben; lass mich in meiner Hoffnung niemals scheitern“ (Ritual des Gelöbnisses)

In seiner Predigt entfaltete S.E. Borghetti mit großer Beredsamkeit die Definition des Mönchs, welche der hl. Benedikt gibt: ein „Gottsucher“, der aus eben diesem Gott das Absolutum seines Lebens macht. Hier soll ein Abschnitt aus der Predigt folgen, welcher die bewundernswerte Tiefe der Gedanken deutlich macht:

„Etymologisch bedeutet das Wort „Mönch“ jemanden, der „einsam“, „allein“ ist. Und da fragt man sich zu Recht: warum soll die katholische Kirche die Entscheidung von jemandem unterstützen, der „allein bleiben“ will? Wäre es denn nicht nützlicher, die Berufungen auf ein Leben hinlenken, das mehr dem Leben der Pfarreien gleicht, vor allem in Zeiten wie diesen, in denen es immer weniger Priester gibt?

Segnung der neuen Professen

Segnung der neuen Professen

Wenn man in Wirklichkeit das klösterliche Leben genauer betrachtet, dann hat es eine besondere Bedeutung im Leben der Kirche, wie das Lehramt immer betont hat. Der Mensch hat von Natur aus eine religiöse Dimension, die man nicht unterdrücken kann und die sein Herz auf die Suche nach dem Absoluten orientiert, auf die Suche nach Gott, nach dem er mehr oder weniger deutlich oder undeutlich ein unstillbares Bedürfnis empfindet.

Wenn nun im Laufe des Lebens das Bewusstsein dafür immer deutlicher wird, dann macht es aus dem Menschen einen Gottsucher. Das ist für den hl. Benedikt das wichtigste Zeichen und das Kriterium für eine echte monastische Berufung. Im Christentum ist diese Suche zur „sequela Christi“ geworden, das heißt zum „Weg, der zu Gott führt“ im Gehorsam gegen sein Wort der Gnade, der Wahrheit und des Lebens.

Der Mönch ist also kein Mensch, der einsam oder allein ist. Er ist ein Mensch, der durch die Einsamkeit seiner Lebensweise Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, in das Zentrum von allem stellt, Gott, den Quell der Gnade, der dem jetzigen und dem zukünftigen Leben einen Sinn gibt, jenem zukünftigen Leben, das nach dem Tod und dem Verfall des sterblichen Leibes weitergeht. Leben und Tod werden so in der Hoffnung auf das Reich Gottes angenommen. Das ist der ganze Sinn der berühmten Vision des hl. Benedikt, als er die ganze Welt unter einem einzigen Lichtstrahl sah, der sie mit Gott verband: in ihrer engen Beziehung zu Gott werden die Dinge dieser Welt angenommen und umgeformt.

Die Gottsuche ist es also, die den Mönch ausmacht und die Achse bildet, auf der sein Gebetsleben, seine Arbeit und sein Beispiel für uns ruhen, für uns alle, die wir in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt sind.“

Nach der feierlichen und großartigen Liturgie des Gebets folgte jene ebenso geheiligte Liturgie der Freundschaft rund um einen Apéritif; sind es doch jene fröhlichen Agape-Feiern, bei denen sich alle die zusammenfinden, die in der faszinierenden Ruhe einer und derselben geheiligten Verbindung geeint sind.

Ein Teil des Klerus mit S.E. Bischof Borghetti

Ein Teil des Klerus mit S.E. Bischof Borghetti

können Sie eine Galerie mit mehr Fotos hier sehen:   https://goo.gl/q2VD9l

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